(jp) – Bei der BKK Gesundheit, der mit 1,5 Millionen Versicherten größten deutschen Betriebskrankenkasse, habe es einem Bericht des TV-Magazins Kontraste zufolge ein Sicherheitsleck gegeben. Möglicherweise seien hochsensible medizinische Daten in die Hände von Unbefugten gelangt, so „Kontraste“ in einem Beitrag, der am Abend des 11. Februar 2010 in der ARD ausgestrahlt werden sollte.
Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar sei schockiert. Ein Sprecher der „BKK Gesundheitskasse“ habe auf Anfrage gesagt, das Unternehmen werde erpresst.
Nach Recherchen des TV-Magazins hätte die Krankenkasse eine externe Firma mit der Betreuung ihrer Telefon-Hotline betraut. Diese habe einen Subunternehmer mit ungelernten Hilfskräften beauftragt. Diese Hilfskräfte hätten mit privaten Computern oder Laptops Daten wie medizinische Diagnosen abrufen und speichern können.
Bei der Krankenkasse sei offensichtlich beim Schutz personenbezogener Daten vieles versäumt worden – ein so leichtfertiger Umgang mit Sozialdaten sei ihm noch nicht untergekommen, so Schaar – der Vorgang sei „skandalös“.
Die „BKK Gesundheitskasse“ habe nach eigenen Angaben die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Ein unbekannter Mann hätte telefonisch nicht konkret bezeichnete Unterlagen zum Kauf angeboten, und damit gedroht, die Unterlagen zu veröffentlichen. Ob tatsächlich Daten in unbefugte Hände gelangt seien, sei derzeit nicht bewiesen.
Quelle: datenschutz.de










Schade, daß dem Artikel jeder bewertender Teil fehlt, der natürlich gern auch als solcher gekennzeichnet werden kann im Stik von “unsere Meinung dazu”.
So steht das da als individueller Fall für den Staatsanwalt. Und ohne Verbindung zur Gesundheitskarte, Elena etc. – Fazit für mich: Sensible Daten haben das eigene Unternehmen zur Weiterverarbeitung (in den unqualifizierten Niederiglohn-Dumpingsektor) nicht zu verlassen, ansonsten muß sich diese BKK eben vom Markt abmelden. Und vor allem fehlt hier jeder Verweis auf eine Sanktionierung solcher Schlampereien beim Datenschutz. Soll heißen: der BKK droht überhaupt nichts. NULL! Oder? Und (mindestens) genau so lange wird es solche Schlampereien immer wieder geben. Das ist kein Einzelfall, daß ist bei der derzeitigen Organisation mMn systemisch.
Gruß, Sven