(ag) - Antivirenhersteller melden Zunahme von Exploits.

US-Berichten zufolge mehren sich die Angriffe auf ein ActiveX-Control, für das es noch keinen Patch von Microsoft gibt. Mehrere Antivirenhersteller verzeichnen sprunghaft angestiegene Versuche, die Lücke auszunutzen, seit sie publik gemacht wurde.

Einem Bericht von Computerworld zufolge haben Symantec, Sunbelt und das “Internet Storm Center” (ISC) die Warnstufen vor der Lücke erhöht. Die Lücke steckt in einem ActiveX-Control, mit dem der Internet Explorer Office-Dateien wie die von Excel darstellen kann. Durch das Loch kann der Angreifer mit einer präparierten Datei Kontrolle über den Rechner erlangen. Andere Browser sind nicht betroffen, weil nur der Internet Explorer mit ActiveX-Controls arbeiten kann.

Sunbelt Software zufolge gibt es mehrere solcher Dateien in freier Wildbahn, weshalb die Bedrohungsstufe durch die Lücke auf “hoch” gesetzt wurde. Bei Symantec stuft man die Gefahr erst auf der zweitniedrigsten von vier Stufen ein. Beide Unternehmen, und auch das ISC, berichten aber von mehreren Exploits, die über Machbarkeitsbeispiele hinausgehen.

Einen Patch des ActiveX-Controls gibt es noch nicht, er ist auch in den Updates vom jüngsten Patch-Day nicht enthalten. Microsoft hat die Lücke jedoch im Security Advisory 973472 beschrieben, einen Workaround , der das Programm per “kill bits” außer Kraft setzt, gibt es ebenfalls.

Quelle: golem.de

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