(am, jp, vr) – Bereits zum dritten mal testet das sl.portal die G-DATA Internet Security. Heute ist die jüngste Version 2010 an der Reihe.
Vor der Installation benötigen wir natürlich eine Installationsdatei, die im Vergleich zur letzten Version sogar auf nur noch 140 MB schrumpfte. Ist man dann zur Installation bereit bietet das Programm in einer benutzerdefinierten Installation an welche Komponenten gewünscht sind. Ohne weitere Schwierigkeiten ist danach ein erster Neustart erforderlich. Anschließend ist eine Registrierung fällig, damit man für den 30-tägigen Testzeitraum auch mit Updates versorgt wird. Hier langt es aber auch in der Schnellanmeldung einen Fantasienamen zu benutzen. Nach erfolgreicher Aktivierung wird das Programm vollständig aktualisiert. Leider wird wieder ein Neustart fällig da einige Programmelemente aktualisiert werden müssen. Aber wenigstens wird der Nutzer darauf hingewiesen damit er vorsorglich die Möglichkeit bekommt seinen Internetzugang zu beenden.
Nach dem zweiten Neustart und öffnen des Hauptfensters von G-DATA wird der Nutzer auf eine fehlende Untersuchung des Systems hingewiesen und bietet zugleich an eine Schnelle oder Intensive Virenprüfung durchzuführen. Empfohlen wird zumindest eine Schnelle Prüfung vorzunehmen was in der Tat auch eine schnelle Prüfung ist. In weniger als einer Minute war die Untersuchung abgeschlossen. Nachdem allerdings das SecurityCenter mit einer Schnellen Untersuchung nicht zufrieden war, folgte eine Intensive Virensuche. Eine Systembelastung ist spürbar, für normale Arbeiten am Rechner wie etwa im Internet Surfen oder ein Word Dokument schreiben reicht es aber allemal. Insgesamt wurden im Leerlauf 7 Prozesse von G-DATA gestartet. Ein Windows XP oder Vista Rechner mit mindestens 512 MB RAM wird vom Hersteller empfohlen und wir können diese Empfehlung auch nur bekräftigen – wobei es unter Windows Vista auch ruhig 1 GB Arbeitsspeicher sein könnte.
Nun zur neuen Oberfläche der Internet Security 2010. Diese zeigt sich viel aufgeräumter und wesentlich übersichtlicher als in seiner alten Version. Lediglich für Experten sind die Detaillierten Einstellmöglichkeiten etwas weit verstreut, was den normalen Nutzer aber kaum stören wird. Die wichtigsten Einstellmöglichkeiten sind schnell gefunden.
Die beiden Engines können wie schon früher entweder zusammen oder einzeln genutzt werden, je nach Leistungsfähigkeit des Rechners oder der Vorliebe des Nutzers. Dabei greift die aktuelle 2010er auf die Engine von BitDefender und Avast zurück. Alle Detail Einstellungen lassen sich auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen, sei es vom Updateintervall bis hin zur Regelerstellung in der Firewall, die jedoch eher etwas für erfahrenere Nutzer ist. Standardmäßig läuft die Firewall nämlich im so genannten Autopilot Modus. Dabei werden die Zugriffsrechte der einzelnen Programme automatisch festgelegt.
Das Surfen im Internet ist ohne große Geschwindigkeitsverluste möglich und auch das herunterladen größerer Datenmengen funktioniert ohne Einbrüche in der Übertragungsrate. Das laden gefährlicher Internetseiten und Bedrohungen wird zuverlässig unterbunden. Beim EICAR Test konnte neben der Ausführbaren Datei auch die Textversion aufgespürt werden. Selbst doppelt gepackte Archive waren kein Hindernis für die G-DATA. Der geschützte SSL Datenstrom wird ebenfalls effektiv überwacht. Für Nutzer von Windows Messenger 4.7 und höher oder Trillian 3.0 und höher gibt es einen zusätzlichen Instant Messenger Schutz. Lediglich einen Pop-Up Blocker oder einen Anti-Banner sucht man vergebens, was in der heutigen Zeit modernen Browser auch kein Problem sein sollte, da diese selbst einen Pop-Up Blocker bieten und leicht mit einem Art Anti-Banner nachzurüsten sind. Auch die unschöne und störende Toolbar die das Modul WebFilter noch in der Vorgängerversion im Browser automatisch integrierte, gehört nun der Vergangenheit an. Lediglich eine Weiße Liste mit vertrauenswürdigen Adressen lässt sich auf Wunsch anzeigen, die standardmäßig leer ist.
Neben dem Phishing Schutz bietet die Internet Security 2010 auch noch ein Anti-Spam Modul für Outlook und Outlook Express, eine Kindersicherung, ein Sidebar-Gadget für Windows Vista Nutzer welches auf Wunsch den Status des Rechners anzeigen kann und einen Datenshredder der ein nicht wieder entfernbares Desktopsymbol anlegt und per Rechtsklick konfigurierbar ist wie oft die zu löschende Datei überschrieben werden soll.
Sehen Sie sich alle G-DATA Screenshots (ca. 2,2 MB) unserer Testsysteme an.
Das sl.portal Fazit
Das Fazit ist recht kurz. Die G-DATA Internet Security 2010 ist zu einem Preis von 29,95 Euro zu haben. Absolut fair um einen Rechner für ein Jahr lang zu schützen. Die Performance wurde besser und die Handhabung stellt kaum Probleme dar. Lediglich das fehlende Anti-Banner Modul vermisst man doch recht schnell.
Erfahrungsbericht von a.m.SASH (am)
Unterstützt von jens.pechmann (jp) und Versus (vr)
Der Erfahrungsbericht vertritt die Meinungen aller sl.portal Mitglieder














