(am) - Trittbrettfahrer nutzen die Angst vor dem Wurm, um Anwendern Geld zu entlocken oder neuen Schadcode auf den Computer zu laden. Sicherheitsexperten zufolge wird Conficker am 1. April damit beginnen, neue Befehle abzufragen.
Sophos warnt vor so genannten Scareware-Angriffen von Trittbrettfahrern, die die Angst der Anwender vor einer Infektion mit dem Wurm Conficker ausnutzen wollen. Dazu bringen sie gefälschte Entfernungstools in Umlauf.
Nutzer erhalten typischerweise zunächst eine Mitteilung, dass ihr Computer mit einem Virus infiziert sei. Anschließend werden sie aufgefordert, ein vermeintliches Antivirenprogramm zu kaufen, mit dem sich das Problem angeblich beheben lässt. In Wirklichkeit wollen die Angreifer auf diese Weise aber nur Geld für die gefälschte Software ergaunern oder weiteren Schadcode auf den Rechner laden. Sophos hat nach eigenen Angaben erste Websites entdeckt, auf denen gefälschte Entfernungstools angeboten werden.
Nach Ansicht zahlreicher Sicherheitsexperten wird der Conficker-Wurm am 1. April damit beginnen, täglich aus bis zu 50.000 Internet-Domains 500 Websites auszuwählen und zu kontaktieren, um an weitere, heimlich hinterlegte Befehle zu gelangen. “Wir rechnen daher mit einem deutlichen Anstieg von Scareware-Attacken”, sagt Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos. Internetnutzer sollten sich vor solch kriminellen Aprilscherzen in Acht nehmen und auf derlei Angebote nicht reagieren.
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(jp) – Die Sicherheitsexperten von Stonesoft warnen vor dem ersten April. Malware-Autoren werden dieses Ereignis nutzen, um ihre Schadsoftware zu vertreiben und das ist kein April-Scherz.
Am ersten April 2007 trieb der ANI-Computerwurm sein Unwesen. 2008 war es die Storm-Bot-Bande. Dieses Jahr ist es Conflicker. Viele IT-Security-Experten gehen davon aus, dass der Wurm morgen zuschlagen wird, so der Spezialist für Netzwerksicherheit Stonesoft. Ein derzeit viel diskutiertes Thema ist das erwartete Update des Netzwerk-Wurms Conficker, der als schlimmster Wurm der Virengeschichte gilt.
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(ag) – Verbraucherschutzkommissarin Kuneva stellt Betreibern Ultimatum.
EU-Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva plant ein Gesetz gegen Datenmissbrauch beim weltgrößten Social Network Facebook und anderen Plattformen. Kuneva wird dazu in der kommenden Woche Stellung nehmen.
Facebook und andere Social Networks bekommen Druck von EU-Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva. Sie will den Betreibern eine “letzte Chance” einräumen, um Datenmissbrauch zu unterbinden und faire Rahmenbedingungen zu schaffen, sagte sie dem Magazin Focus.
Facebook hatte Anfang Februar 2009 mit geänderten Geschäftsbedingungen seine Nutzer verärgert. Die Betreiber wollten nach eigenem Bekunden die AGB vereinfachen, sicherten sich aber mit der neuen Version die uneingeschränkte Nutzung der Inhalte seiner 175 Millionen Mitglieder zu. “Wir werden uns nicht vor unserer Aufgabe als Regulierer drücken oder die nächste Katastrophe abwarten”, sagte Kuneva weiter. Notfalls will sie per Gesetz nachhelfen, falls die Betreiber eine von ihr gesetzte Frist verstreichen lassen.
Quelle: golem.de
(ag) – E-Mails des Dalai Lama ausspioniert.
Kanadische Computersicherheitsexperten sind einer Gruppe chinesischer Cyberspione auf die Spur gekommen, die unter anderem die tibetische Exilregierung abgehört haben. Ihr Spionagenetz umfasste 1.300 Computer in über 100 Ländern, teils in Botschaften, Außenministerien und anderen wichtigen Organisationen.
GhostNet, Geisternetz, haben es die Sicherheitsexperten der kanadischen Secdev Group getauft. Das Ziel war, den Dalai Lama und seine tibetische Exilregierung abzuhören. Doch das Netz, das eine Gruppe chinesischer Cyberspione ausgelegt hat, ist sehr weit gespannt: Rund 1.300 Computer, so fanden die Wissenschaftler in zehnmonatiger Recherchearbeit heraus, waren mit der Spionagesoftware der Chinesen infiziert. Und jede Woche komme ein Dutzend hinzu.
Die Computer stehen in 103 Ländern der Erde, beinahe ein Drittel davon in hochrangigen und zum Teil sicherheitsrelevanten Institutionen: Neben dem Büro des Dalai Lama und der tibetischen Exilregierung, deren Mailserver sie kontrollierten, belauschten die Chinesen weitere Organisationen, die sich mit Tibet befassen, westliche Medienunternehmen, den Verband Südostasiatischer Nationen (Association of Southeast Asian Nations, ASEAN), die Asiatische Entwicklungsbank (Asian Development Bank, ADB) sowie die Botschaften und Außenministerien diverser Länder.
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(ag) – In elf Bundesländern können Bürger in einer virtuellen Polizeiwache Straftaten wie Diebstahl oder Betrug anzeigen. Nur Bayern, Bremen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen bieten diesen Web-Service nicht an.
Zuletzt hat Sachsen eine Internetwache eingerichtet. Sie ist seit Januar dieses Jahres online. Das hat eine Erhebung des Hightech-Verbands BITKOM ergeben. “Wer Straftaten anzeigen möchte, muss das auch im Internet können”, sagte BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer. “Alle Bundesländer sollten möglichst bald eine Internetwache anbieten.” Die Internetwachen sollten schnell und einfach zu finden sein. Bislang existiert jedoch kein einheitlicher Standard bei der URL, so dass man die virtuellen Polizeistationen am einfachsten in Google mit den Suchworten „Internetwache” und dem jeweiligen Bundesland findet.
In elf Bundesländern können Bürger in einer virtuellen Polizeiwache Straftaten wie Diebstahl oder Betrug anzeigen. Nur Bayern, Bremen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen bieten diesen Web-Service nicht an.
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