Update-Viren, Würmer und Zeitzünder
(am) – Update-Viren sind eine besonders ausgeklügelte Virenart. Sie sind nach Familien gegliedert und werden meist von einem einzigen Programmierer oder einer Gruppe entwickelt. Neben ihrem Hex-Pattern enthalten diese Viren nicht nur eine Versionsnummer, sondern auch eine Update-Routine, die überprüft, ob der Virus bereits in einer Version vertreten ist. Aber damit nicht genug: Die Routine untersucht ausserdem, ob die Datei bereits eine ältere Version des Virus enthalten. Ist das der Fall, wird diese ersetzt. Ist eine neuere Version installiert, wird diese nicht noch einmal infiziert.
Computerwürmer sind Programme, die sich selbstständig in einem Netzwerk verbreiten können. Es handelt sich dabei nicht um klassische Viren, sondern um damit verwandte Störprogramme, die jedoch auch Viren enthalten können. Würmer sind eigenständige Programme, die keine Wirtsprogramme benötigen, um sich daran anzuhängen. Meist bestehen sie aus mehreren Programmsegmenten, die miteinander in Verbindung stehen. Computerwürmer können sich selbst reproduzieren und sich zu dem mit Hilfe von Netzwerkfunktionen auf andere Rechner kopieren.
Zeitzünder sind spezielle Auslösemechanismen für Viren. Ein Routine fragt hier innerhalb eines Virusprogramms die Systemzeit ab. Wird ein festgelegter Wert erreicht, löst dieses die Ausführung des Aktionsteiles des Virus aus. Bei der Bedingung kann es sich um eine Zeitspanne nach dem einschalten handeln oder um ein festgelegtes Datum. Theoretisch ist es so zom Beispiel möglich, jemandem einen Geburtstagsgruß zu schicken, der am bewusten Tag automatisch aufgerufen wird. Neben Kalenderdaten lässt sich auch eine Routine einsetzen, die jeden Tag um die seilbe Uhrzeit gestartet wird. Die auswahl an Bedingungen für Zeitzünder ist beinahe unbegrenzt – “Trigger Days” sind zuminderst jene Tage, an denen in der Vergangenheit bestimmte Virentypen zugeschlagen haben.
Start der Serie mit Teil 1 – Wie infiziert ein Virus eine Datei…







