(am) – Beschränkte sich die Zahl der Schadprogramme im Jahr 2000 noch auf knapp 1.000 Exemplare, waren es im vergangenen Jahr ca. 250.000 neue Malware-Muster, die für weltweite Infektionen und finanzielle Verluste im privaten und geschäftlichen Umfeld sorgten. Das bedeutet einen unglaublichen Malware-Anstieg von über 25.000 Prozent allein in den vergangenen sieben Jahren.

Während Viren und Würmer zwischen 2000 und 2005 mit den größten Epidemien ihre Blütezeit erreichten, haben sich in den vergangenen Jahren die Trojaner als effektivste Waffe der Cyber-Kriminellen entwickelt. Heute ist der prozentuelle Anteil der Viren im Verhältnis zu den anderen Malware-Arten minimal: Gerade mal 1 Prozent im Vergleich zu 81 Prozent im Jahr 2000. Entsprechend haben sich Trojaner in der gleichen Zeitspanne von 14 Prozent auf 53 Prozent gesteigert.
Und nicht nur die Masse der Trojaner nahm in den vergangenen Jahren kontinuierlich zu, sondern auch der Variationsreichtum. Die schnelle Verfügbarkeit der einfach zu programmierenden Trojaner-Varianten einer Familie erleichtert es den Internet-Betrügern zudem immer wieder neue Exemplare ohne großen Aufwand im Netz zu streuen. Nicht nur aufgrund ihrer Beschaffenheit, sondern auch wegen der hohen Anzahl an neuen Varianten sind Trojaner immer schwerer zu bekämpfen, vor allem in Kombination mit Rootkit-Techniken, die der Verheimlichung von schädlichen Aktionen in infizierten Systemen dienen.
Kürzere Fassung des Original Artikels aus dem die wichtigsten Punkte hervorgehoben wurden.








